Die Geschichte unseres Dojang Bremen

 

Nach wie vor sind Kampfkünste eine von Männern beherrschte Domäne. Dies drückt sich in der sehr unterschiedlichen Anzahl von  männlichen und weiblichen TrainerInnen aus, aber oftmals auch in der Art des Unterrichts und Lernens. Darüber hinaus bringen Mädchen und Frauen andere Lebenserfahrungen ins Training mit als Männer und Jungen. Ihr Erleben von Macht, körperlicher Kraft, Gewalt und Hierarchie ist im Alltag und unserer Gesellschaft sehr verschieden.

 

Mitte der  80er Jahre begann in Hamburg Andrea Fischer, damals Shinson Hapkido Braungürtel, mit dem Angebot von Frauentrainingsgruppen. Damit stand sie in der damaligen Shinson Hapkido Gemeinschaft erstmal alleine und ihr Angebot war sehr lange umstritten. Das Anliegen von Andrea Fischer war es, Frauen einen geschützteren Rahmen für den Einstieg in ein Kampfkunsttraining anzubieten und so die Zahl der Frauen in der Kampfkunst perspektivisch zu erhöhen. Denn wie in den meisten anderen Kampfkunst und Kampfsportarten waren Frauen darin eher die Außenseiterinnen. Der Erfolg ihrer Gruppen gab ihr Recht. Zügig füllten sich die Trainings und bald gab es weitere Angebote. Anfang der 90er gründete Andrea Fischer ihre eigene Schule und bot nach einiger Zeit außer den Frauentrainings auch Training für Männer an.

 

Anfang der 90er Jahre wurden auch Frauen in Bremen auf das Angebot in Hamburg aufmerksam. Sie luden Andrea Fischer zu Lehrgängen ein. Diese fanden mit großer Beteiligung einige Jahre lang an Wochenenden statt. Das Interesse der praktizierenden Frauen an einem festen Trainingsangebot wuchs und so übergab Andrea Fischer die Leitung der Bremer Gruppe an ihre Schülerin Susanne Katzenberg. Diese fuhr zwei-wöchentlich nach Bremen zum Unterrichten. 1998 übernahm Ruth Arens (damals 1. Dan) die Leitung der Bremer Sektion. Ruth Arens ist ausgebildete Sportwissenschaftlerin und unterrichtet neben Shinson Hapkido auch Qigong. Sie praktizierte Shinson Hapkido seit 1987 und legte 2015 ihre Meisterprüfung zum 4. Dan ab. Nach und nach erhöhte Ruth Arens die Anzahl der angebotenen Trainingsstunden und  2003 wird das Angebot auch auf Männer ausgeweitet. Aus der Sektion Bremen wird ein eigenständiger offizieller Shinson Hapkido Dojang. Bis 2006 findet der Unterricht in verschiedenen Räumlichkeiten in Bremen statt, 2006 jedoch wagt die nun angewachsene Bremer Gemeinschaft den Schritt zu eigenen Räumlichkeiten. Seit 2006 hat der Bremer Dojang sein Zuhause in der Waller Heerstraße gefunden und mit der Eröffnung der eigenen Räumlichkeiten wurde auch ein  Kindertraining aufgenommen dass sich großer Nachfrage erfreut.

 

Seit 2006 ist der Dojang Bremen auch ein eingetragener gemeinnütziger Verein mit dem Namen „Bonjil e.V.“. Bonjil bedeutet: „Der ursprüngliche Charakter von Herz und Geist“. Frauen- und Mädchenförderung sind in der Satzung als explizite Ziele benannt.

Unsere Gemeinschaft besteht aus ca. 60 Kindern und Erwachsenen und wir erfreuen uns neben dem Training an einem bunten Vereinsleben (Beteiligung an Stadtteilfesten, gemeinsamer Besuch von Lehrgängen, Vereinsfeiern und vieles mehr). Mit unseren Festen unterstützen wir die Sozialen Projekte der ››› Internationalen Association.

 

Der Verein und Dojang ist Teil der  Shinson Hapkido Gemeinschaft in Deutschland und Europa, deren Dachorganisation die „International Shinson Hapkido Association e.V.“ mit Sitz in Darmstadt ist.

 

 

 

Shinson Hapkido Dojang Bremen  I  Waller Heerstr. 110  I  28219 Bremen  I  Telefon: 0421 - 460 98 58  I  bremen1@shinsonhapkido.org